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Sizilien

 

14.-21.6.2014

 

Crewtreffen  am 8.11.2014, 17.00 Uhr bei Hans und Klaudia in 4573 Hinterstoder, Mitterstoder 44.

 

Schon anlässlich sail & climb die Zweite in Kalymnos 2012 spielten wir mit der Frage, wohin uns denn sail & climb 2014 führen könnte. Von begeisterten Spätherbst-Kletterern wurde uns das wunderbare Klettergebiet rund um das Capo San Vito  am nordwestlichsten Zipfel von Sizilien empfohlen. Ein Blick in die Seekarte zeigte in 20 - 30 Seemeilen Entfernung die Inselgruppe der Ägadischen Inseln, einst Hochburg des Thunfischfangs und schon entstand eine rudimentäre Route, die es wiederum ermöglichte, die Segelei mit der Kletterei in bewährter Art und Weise zu verbinden. Bald war eine illustre Crew gefunden, die sail & climb Pioniere und Newcomer harmonisch vereinte. Ein Schiff in Form einer Bavaria 49 diente uns als komfortables Basecamp. Selbst das ungeliebte Rollgross konnte von unseren Segeltrimmern so profiliert werden, dass ansatzweise sportliches Segeln möglich wurde.


Anreise von Triest nach Trapani, Schiff übernehmen, bunkern und - wer uns kennt - weiß, dass wir uns noch am Nachmittag mit Kurs auf die Insel Favignana, die größte der Ägadischen Inseln auf den Weg machen. Erstaunlich was der kleine Hafenort Favignana zu bieten hat. Von außen ganz unscheinbar, hat er einen kleinen vom Thunfischfang geprägten historischen Ortskern mit vielen gemütlichen kleinen Restaurants, Cafes und Bars; quicklebendig und erfüllt von pulsierendem Leben. Absolut einen Besuch wert!

Nach einer morgendlichen Bergtour auf den Monte Santa Caterina mit der über dem Ort thronenden Burg, legen wir Kurs auf das Capo San Vito, welches wir am späten Nachmittag erreichen. Dort finden wir beim Ankern in der großen Bucht östlich des Kaps nahezu karibische Wasserfarben vor.

Morgen soll es nun erstmals in die famosen Felsen eines ca. 4 km langen und bis zu 70 m hohen Felsriegels gehen, der das Capo San Vito gegen Westen begrenzt. Starker auflandiger Wind, steinige kleine Buchten machen schon das an Land Gehen zu einem Abenteuer. Noch dazu, wo unser Außenborder sich seines Scherstiftes entledigt und dann mangels Sprit überhaupt den Dienst quittiert. Die ersten Klettereien in diesem wirklich hervorragenden Fels, das schnelle, wieder Vertraut Werden mit der Sicherung und das Klettergeschick von allen, machen die Unannehmlichkeiten des Landganges schnell vergessen. Ja, da gefällt´s uns und ja, da müssen wir morgen gleich wieder hin.

Wegen des am nächsten Tag noch stärkeren auflandigen Windes bleibt unser Schiff aber heute vor Anker und eine wunderbare Wanderung bringt uns wieder an die Felsen. Grau, rau, scharfkantig, strukturiert, fest, rotbraun, Riesenhenkel, steil und leicht überhängend, das Rauschen der Brandung im Hintergrund, strahlend blauer Himmel, eine kräftige Brise... da lachen die Herzen!

Weiter geht´s mit dem Schiff nach Scopello, in eine wildromatische Bucht, umrahmt von frei im Meer stehenden Felstürmen. Gleich am Morgen jetten wir mit dem frisch aufgetankten Dingi - der mittlerweile 4 selbstgebastelte Scherstift hält - zu einem dieser grandiosen Felsen. Schnell ist eine Route eingerichtet und bestens gesichert gelingt dann eine weitere mariteam(e) 1. Begehung. Einzig beim erfrischenden Bad danach gilt es auf die rote Feuerquallen aufzupassen, die just die herrliche Morgenstimmung für ein Tête-à-tête mit ihresgleichen nützen.

Zurück,  wieder mit Kurs auf Capo San Vito, ankern wir nahe der Deep Water Soloing Zone und genießen dort die Kletterei ohne Sicherung, dafür mit „Abtropfen“ im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn die Kräfte nachlassen, fällst du wie ein Tropfen in das dunkelgrüne Meer.

Noch einmal verbringen wir am folgenden Tag ein paar Stunden beim Klettern in den tollen Felsen, bevor wir bei kräftigem WNW-Wind zu einem Schlag zur Insel Marettimo aufbrechen. Auf dieser äußersten und ursprünglischten der Ägadischen Inseln kommt dann auch noch die kulinarische Seite unseres Törns voll zur Geltung. Im ausgezeichneten Ristorante La Scaletta lassen wir uns von der hervorragenden sizilianischen Fischküche verwöhnen.

 

Fazit: sail & climb ist eine Lebensform die es wert ist, alle 2 Jahre wieder belebt zu werden. In diesem Sinne halten wir schon Ausschau, wohin es 2016 gehen wird. 


 


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