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Andamanensee 09

 

5.-18.3.2009 

 

Am 5.3. stach ein 19-köpfiges (Mari-)Team auf den Katamaranen Hemingway, eine Catana 471 und Sometime, ein Leopard 47 von der Yacht Haven Marina in Phuket aus in die Andamanensee. Die zweiwöchige Seereise sollte uns bis nach Langkawi in Malysien führen.

 

Zunächst ging es nach Osten in die Phang Na Bay, eine große Bucht gelegen zwischen Phuket und Krabi voll von traumhaften Stränden, pittoresken Felsformationen und spektakulären Höhlen. Unser erster Ankerplatz liegt an der Ostseite von Ko Naka Yai vor einem großartigen palmenbestandenen Sandstrand. Nach einem Bad im 30° C warmen Wasser genießen wir bei einem Sundowner den tropischen Sonnenuntergang und den grandiosen Blick auf die unzähligen rundum wie Pilze aus dem Wasser ragenden kleinen Inseln. Geschlafen wird großteils an Deck unter dem funkelnden Sternenhimmel. Am nächsten Tag ist große Kokosnussernte angesagt. Mit den eigens zu diesem Zweck aus Österreich mitgebrachten Steigeisen klettere ich auf mehrere Palmen, um Nüsse zu pflücken. Mit reicher Ernte kehren wir zu unseren Schiffen zurück; genug Nüsse um damit beide Crews zwei Wochen lang mit Drinks und tropischem Müsli zu versorgen.

 

Auf der Weiterfahrt zur Ko Hong Gruppe machen wir am Nachmittag bei Ko Phannak Station. Dort wartet ein herrlich schattiger Strand mit Dschungelkulisse und Badewannentemperatur auf uns. Bevor wir nach Ko Hong aufbrechen, kaufen wir für das Abendessen bei Fischern noch eine große Portion Shrimps. In der Ko Hong Inselgruppe gehen wir zwischen der Hauptinsel und Ko Yai an einem malerischen Platz, eingebettet zwischen hoch aufragenden Felswänden vor Anker. Der anschließende Besuch des Ko Hong Tunnels ist ein absolutes Muss. Mit dem Dingi fahren wir rudernd - um die hier lebenden Fledermäuse nicht zu stören - durch eine Höhle in die "Hong" - einen von Tropfsteinfelsen umgebenen Pool mit großem, sich zum Himmel hin öffnenden Kamin - ein und genießen die Ruhe und Kraft dieses ganz besonderen Ortes. Nach einem großen Shrimps Gelage feiern wir den Geburtstag des Co-Skippers auf der Hemingway, Günter, mit einer Runde Coco Rico, ein spezieller von mariteam auf der kubanischen Insel Cayo Rico kreierter Rum-Cocos-Ananas Drink und einem von Tina an Bord selbst gebackenem Schokokuchen. Ein heftiger tropischer Platzregen beschert uns anschließend eine erfrischende mitternächtliche Dusche.

 

Am nächsten Tag geht es nach Süden zu den Phuket südlich vorgelagerten Racha Islands, wo wir an der Ostseite von Ko Racha Yai an einer Boje festmachen, um abends ein hervoragendes thailändisches Dinner im luxuriösen Ban Racha Resort zu genießen. Nach einem erfrischenden Bad im gepflegten hoteleigenen Pool starten wir um Mitternacht zur Überfahrt zu den Similan Islands, einer aus neun Inseln bestehenden, ca. 60 Seemeilen in nordwestlicher Richtung gelegenen Inselgruppe, die ob ihrer landschaftlichen Schönheit 1982 zum Nationalpark erklärt wurde. Im ersten Morgenlicht fangen wir einen großen Barracuda und einen kleinen Bonito, der von Günter sofort filetiert und von Walter als Sashimi zubereitet mit dreierleiSaucen - Wasabi-Olivenöl, Limetten-Olivenöl und Soja - hervorragend schmeckt. Mittags gibt es dann den Barracuda in Olivenöl gebraten und mit Limettensaft beträufelt. Ebenfalls exzellent! Nach einer langen Kreuz entlang der Westseite der Inseln gehen wir am späten Nachmittag vor dem wunderschönen, von Granitfelsen umrahmten Sandstrand an der Nordseite von Ko Similan vor Anker.

 

Der nächste Tag wird ausgiebig für Landausflüge, zum Baden und Schnorcheln im Kristallklaren Wasser genutzt. Dabei bewundern wir vor allem die wunderschön gezeichneten, zutraulichen Meeresschildkröten die ihre Kreise um unser Schiff ziehen. Am späteren Nachmittag wechseln wir den Ankerplatz. Wir ankern an der Nordseite der weiter südlich gelegenen Ko Miang, vor einem langen goldgelben Sandstrand. Bei einem Sundwowner genießen wir den traumhaft schönen Sonnenuntergang.

 

Bevor wir in der übernächsten Nacht wieder zurück nach Phuket segeln, um dort in der Ao Chalong nach Malaysia auszuklarieren, steht uns noch ein ganzer Tag für diverse Landausflüge und vor allem Baden und Schnorcheln zur Verfügung. Sehr empfehlenswert ist dabei ein Spaziergang duch den Dschungel an die Ostseite der Insel und von hier mit der Strömung durch ausgedehnte Korallengärten schnorchelnd zurück zu unseren Schiffen. Die Nachtfahrt beschert uns leichte bis mäßige Winde, es gilt aber auf die Ausläufer der über dem Festland niedergehenden Gewitter zu achten. Genau zu Sonnenaufgang runden wir die Südspitze Phukets und laufen bald danach in der Ao Chalong ein. Hier ist nun gute Organisation gefragt. Es muss Diesel und Wasser getankt, Verpflegung für den zweiten Teil der Reise gebunkert und der in Thailand mühsame Behördenkram erledigt werden. Es ist glutheiß und wir sind froh als wir mittags mit allem fertig sind und die Anker zur Weiterfahrt nach Phi-Phi lichten.

 

Phi Phi Don ist eine landschaftlich äußerst reizvolle Insel mit zwischen Steilküsten eingebetteten Stränden, es ist jedoch vor allem tagsüber von Touristen überlaufen. Abends geben wir uns das klassische Touristenprogramm mit Thai-Massage, shoppen und genießen die hervorragende und äußerst preisgünstige Thai-Küche. Zu den Schiffen zurückgekehrt, feiern wir gemeinsam Mischa´s Geburtstag mit Tina´s schon bewährtem Bordschokokuchen. Zum Sonnenafgang heißt es Anker auf, um noch vor dem Eintreffen der Touristenboote die berühmte Maya Bay auf Phi Phi Le zu besuchen, wo 1998 der Kultfilm "The Beach" mit Leonardo di Caprio gedreht wurde. Nachdem dort ab 10 Uhr die Touristen wie Heuschrecken einfallen, verlassen wir bald dannach Phi Phi und wenden uns unserem nächsten Etappenziel, der weiter östlich gelegenen Ko Muk zu, wo uns ein ganz besonderes Naturwunder erwartet. Nachdem gegen Mittag thermischer Westwind aufgekommen ist, setzen wir den Spinnaker. Kurz danach serviert uns unser kongeniales Kochduo Christian und Walter ein knuspriges Mttagshühnchen. Da der Wind gut auffrischt, erreichen wir so rechtzeitig Ko Muk, dass wir noch Zeit haben die spektakuläre Emerald Cove zu besuchen. Mit dem Dingi geht es zur Einfahrt und von hier aus durch eine stockfinstere, ca. 100 Meter lange Höhle in eine völlig kreisrunde von steil auffragenden dicht tropisch bewachsenen Wänden umgebene Hong, in der sich sogar ein kleiner Sandstrand mit Palmen befindet. Wirklich beeindruckend! Hier genießen wir am Sand liegend die angenehme Kühle und den Blick in den kleinen, tief blauen Himmelsausschnitt. Bei der Ausfahrt aus der Hong hat die Natur noch ein besonderes Schauspiel für uns. Die Sonne sinkt gerade blutrot ins Meer und beleuchtet die Wände der Höhle in intensivem Orange. Genial!

 

Abends feiern wir den nächsten Geburtstag. Diesesmal ist Charly von der Crew der Sometime an der Reihe. Am nächsten Morgen wird uns erst so richtig bewusst, wie schön dieser Ankerplatz ist. Ein kleiner palmengesäumter Strand liegt eingebettet zwischen beidseitig steil aufragenden grün bewachsenen Klippen. Vom Strand aus führt ein Weg durch den Dschungel an die Ostseite der Insel, der für uns vormittags am Programm steht. Den Nachmittag vertreiben wir uns mit einem von Christian und Walter zubereiteten viergängigen Menü mit dazwischen eingeschobenen Plantschpausen. Den Auftakt machen Flunder mit Tomaten-Zuchini-Knoblauch-Marinade, gefolgt von Tintenfisch-Limettengröstl, Spaghetti-Pomodoro-Kalamari und als Dessert mariteame Bounty, in Bitterschokolade getunkte Kokosschnitten, selbstverständlich von selbst geernteten Nüssen. Beim tagesabschließenden  Nachtbaden scheint das aufglühende Plankton die Sterne vom Himmel ins Meer gezogen zu haben. Hingerissen von diesem Naturschauspiel ziehen wir Goldmarien gleich unsere Bahnen im Meer. Dann wird es wieder ernst. Ein rasch aufziehendes Gewitter veranlasst uns früher als geplant zur Nachtfahrt in die Butang Gruppe aufzubrechen.

 

Tatsächlich gelingt es uns auch dem Gewitter davon zu segeln; die Fahrt verläuft problemlos und frühmorgens ankern wir bereits vor Ko Lipe, der südlichsten Insel der Butang Gruppe. Hier haben wir uns mit Paul von Dream Yachts vereinbart, um die bei der Hemingway verloren gegangene Backbord-Schiffschraube zu ersetzen. Das klappt problemlos. Nach einer kleinen Tauchaktion ist unser Kat wieder einsatzfähig. Nach einem sehr guten Mittagessen in einem der kleinen Restaurants am Strand, starten wir zur Weiterfahrt an die Westseite der zum Taratao National Park gehörenden Inselgruppe, um hier zwischen Ko Butang und Ko Rawi zu ankern. Ein toller Spot. Es wimmelt hier nur so von unberührten, zwischen Granitfelsen eingebetteten Sandstränden. Auch die Unterwasserwelt ist hier noch voll intakt. Vor allem die Korallen sind riesig und besonders schön. Ein Dorado für alle Taucher und Schnorchler unter uns. Abends laden wir die Crew der Sometime zu einer großen Bordparty in die Hemingway Bar ein. Serviert wird ein mariteamer Cuba libre - ein speziell von mariteam kreierter Drink aus Rohzucker, Ingwer, Limetten, Cola und kubanischem Rum. Der Bord DJ Erhard legt dazu passend ein Andaman Sea special auf. Das süße Ende des Abends bescheren uns wieder einmal Christian und Walter mit Rum Palatschinken. Geschlafen wird dann wieder fast ausschlielich an Deck unter dem kristallklaren tropischen Sternenhimmel.

 

Nach dem Sonntagsfrühstück wechseln wir den Ankerplatz. Wir verholen uns an die Südwestseite von Ko Rawi und machen von hier aus einen Ausflug zu dem im Inneren der Insel gelegenen Wasserfall. Die fleißigen Wanderer werden mit einem erfrischenden Bad in einer Natursteinbadewanne belohnt. Nachdem wir uns bei einem in der Nähe ankernden Fscherboot mit verschiedensten Fischen und anderen Meeresfrüchten eingedeckt haben, geht es weiter an die Südseite des Archipels, wo wir bei Ko Sawang noch einen Tauch- und Schnorchelgang einlegen. Nach einem heftigen Gewitterschauer, der zum kollektiven Duschen an Deck genutzt wird, lichten wir den Anker, um zu unserem für die Nacht vorgesehenen Ankerplatz an die Westseite von Ko Adang zu fahren. Dort erwartet uns ein wunderschöner langer, von dichter Vegetation umrahmter, unberührter Sandstrand. Bei einem ausgedehnten Strandspaziergang genießen wir den nach dem abgezogenen Gewitter in Pastelltönen gehaltenen Sonnenuntergang. Zum Schiff zurückgekehrt servieren uns unsere Köche ein von Walter (Baumi) kreiertes Baum Thai Ka, ein grünes Curry mit zartrosa Kalamari, jedenfalls das kulinarische Gipfelkreuz des Törns. Danach gibt es noch jede Menge Zackenbarsch und Red Snapper.

 

Heute steht die Überfahrt nach Langkawi am Programm. Da uns der Nordostmonsun mit 4 Beaufort genau auf die Nase bläst, steht uns eine längere Kreuz bevor.  Gerade als die Spaghetti fertig werden und wir uns schon ob der zur Neige gehenden Vorräte Gedanken machen, fängt Harald kurz vor Erreichen des Nordwestkaps von Pulau Langkawi einen wuderschönen großen Wahoo, einen der besten Speisefische übrhaupt. Am späteren Nachmiitag ankern wir in "The Whole In The Wall", einer spektakulären tief einschneidenden Bucht umgeben von Mangrovenwäldern. Nach einem großen Wahoo Gelage besuchen wir zunächst die Crew der neben uns ankernden Sometime, um danach zu einer Dingi-Nachtfahrt durch die Mangrovenkanäle aufzubrechen. Die Nacht ist stockdunkel, beste Voraussetzungen für leuchtendes Plankton. Und tatsächlich ist dieses Naturphänomen heute besonders intensiv. Funkenstiebend gleitet  das Dingi durch den pechschwarzen Meeresarm. Die Bugwelle glitzert wie Goldstaub. Aus nächtlicher Ruhe aufgeschreckte Fische springen einen Kometenschweif ziehend neben uns auf. Ein wundervolles Schauspiel!

 

Der vorletzte Tag unserer Reise durch die Andamanensee führt uns zunächst entlang der Ostseite von Pulau Langkawi nach Süden bis in den Kanal Selat Panchar, durch diesen nach Westen und weiter durch die Kanäle Selat Pannak und Pulau Balek. Hier reihen sich ein Strand schöner als der andere aneinander. Leider haben wir nicht mehr genügend Zeit, um hier zu ankern. Weil wir morgen vormittag die Schiffe in der Telaga Harbour Marina an der Westseite der Insel zurückstellen müssen, müssen wir weiter, um unserem Ankerplatz Pantai  Tengok an der Südwestseite der Insel zu erreichen. Bevor wir abends den gelungenen Törn bei einem großen Dinner feieren, genießen wir ein letztes Bad im Meer.

 

Einmal noch schlafen wir unter dem tropischen Sternenhimmel, bevor wir am nächsten Tag nach München zurückfliegen. Dort holt uns die Kälte unbarmherzig in die Realität des heurigen Winters zurück. Die Bilder aus der Andamanensee aber leben in unseren Köpfen weiter und wir werden wiederkommen, um unsere Entdeckungsreise im Indischen Ozean fortusetzen. Dort wartet das aus etwa 800 Inseln bestehende Mergui Archipel, eine der letzten unberührten Paradiese der Welt, auf uns. Voraussichtlicher Termin Februar 2010.   


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