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Mit einem Volvo Ocean Racer von Monfalcone nach Trogir

 

 

15.10.-20.10.2007

 

 

Ein kleiner exklusiver Kreis von mariteam Kunden hatte von 15.-20.10.2007 die einmalige Gelegenheit einen Original Volvo Ocean Racer, die legendäre ASSA ABLOY, die beim Volvo Ocean Race 2001/02 den 2. Gesamtplatz belegt hatte, von Monfalcone nach Trogir zu segeln. Auch heute noch sind die technischen Daten dieses Racers erstaunlich: Länge 19,5 m, Breite 5,25 m, Tiefgang 3,8 m, Gesamtgewicht 13.5 t, Masthöhe 28 m, Großsegel 117 qm, Genua 83 qm, Spinnaker 330 qm. Für das aus einer Frau und zehn Mann bestehende mariteam Team, das am Vormittag des 15.10. in der Marina Hannibal in Monfalcone eintraf, waren aber nicht nur die Dimensionen der ASSA beindruckend, sondern vor allem auch, dass sich das Schiff nach wie vor im Originalzustand befindet. Skipper Hannes Schwarz, der die ASSA wie seinen Augapfel hütet, ist es hoch anzurechnen, dass er dem Schiff nicht aus Gründen der Bequemlichkeit die Flügel gestutzt und es zu einer entschärften faden Fahrtenyacht umgebaut hat. Dafür waren wir auch gerne bereit gewisse Komforteinschränkungen auf uns zu nehmen. Während des Törns zeigte sich dann, dass das Leben an Bord der ASSA trotz ihres kargen Inneren durchaus angenehm ist. In den Rohrkojen liegt und schläft man gut, Heinz, unser Smutje, verstand es selbst mit dem nur einflammigen Kocher, hervoragende Pasta für die gesamte Crew zu zaubern, die Navigationszentrale ist genial, nur das im Salon freistehende WC ist etwas gewöhnungsbedürftig. Hier hat Hannes einen Vorhang aus Segeltuch angebracht. Eine kleine Veränderung gegenüber dem Zustand beim Race, die sich aber mit Sicherheit nicht auf die Performance des Schiffs auswirkt.

 

Nach einem Großeinkauf der Bordverpflegung,  der Erledigung der Hafenbehördenformalitäten und einer kurzen technischen Einschulung legen wir bei herrlichem Herbstwetter ab, um zunächst nach Triest zu segeln. Die leichten thermischen Winde erlauben uns vorerst einmal die ASSA  etwas kennen zu lernen und sie wird uns auch gleich sympathisch. Beim kleinsten Windhauch springt sie sofort an, liegt gut am Ruder und ist für ein Schiff dieser Größe erstaunlich wendig. So kreuzen wir im Hafen von Triest nach Einbruch der Dunkelheit in kleinen Schlägen bis unmittelbar an die Mole.

 

Weil der Wetterbericht für die nächsten Tage nur wenig Wind vorhersagt, beschließen wir nach einem Barbesuch den Landwind zu nützen und legen gegen Mitternacht unter Segel ab, um in einem Schlag nach Malj Losinj zu segeln. Dafür werden wir mit einer herrlichen Nachtfahrt in einer kalten sternenklaren Nacht belohnt, bei der wir bei mäßigen ablandigen Winden mit bis zu 10 kn an der Küste Istriens entlang in den Kvarner segeln. Dort setzt leichter Jugo ein, gegen den wir bis Losinj aufkreuzen, um dort in Kroatien einzuklarieren.

 

Am nächsten Tag haben wir auf der Fahrt nach Silba Gelegenheit bei ganz leichten drehenden Winden den noch fast neuen Code Zero zu testen. Ein eindrucksvolles Segel! Nach einem morgendlichen Lauf segeln wir am nächsten Tag weiter nach Zadar. Leider wieder nur bei leichten südlichen Winden an der Kreuz. Aber für morgen ist kräftige Bora angesagt. Wir können es kaum erwarten die ASSA endlich auf ihre Fähigkeiten bei Starkwind zu testen. In der Nacht sind wir dann jedoch froh nicht am Schiff, sondern in einem gemütlichen Restaurant  zu sein. Ein heftiger Kaltlufteinbruch bringt Gewitter, Sturm und sintflutartige Regenfälle.

 

Bis zum nächsten Morgen hat die Bora alles weggeblasen. Strahlender Sonnenschein, klare Sicht und endlich Wind. Wir trauen unseren Augen kaum; das Velebitgebirge ist tief verschneit. Kurz nach der Hafenausfahrt setzten wir die Segel, das fast 120 qm große Groß und Fock 4. Gleich nachdem wir aus der Landabdeckung heraußen sind, setzt kräftige Bora ein und es geht in rauschender Fahrt mit halbem Wind Richtung unserm Ziel Trogir. Herrlich wie die ASSA bei 25-30kn Wind mit nur leichtem Druck am Ruder liegt und mit bis zu 20 kn souverän ihren Kurs durch das aufgepeitschte Meer zieht. Leider ist der Wind etwas zu spitz, um noch einen der Spinnaker ausprobiern zu können. Wir sind so schnell in Trogir, dass wir vor dem Einlaufen in den Hafen noch genügend Zeit haben im Splitski Kanal allen Teammitgliedern die Gelegenheit zu geben die ASSA auch einmal bei Starkwind selbst zu steuern. Ein tolles Gefühl! 


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